Warum dieses Buch genau das Richtige für bewusste Eltern ist
Als Mama im Wechselmodell und bewusste Cycle Breakerin bin ich immer auf der Suche nach Impulsen, die mir helfen, mein Elternsein reflektiert und liebevoll zu gestalten. Bücher, die nicht belehren, sondern bestärken. Die uns als Eltern an die Hand nehmen – nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Verständnis, Mitgefühl und echtem Know-how.
Genau so ein Buch ist „Cycle Breaker – Für mein Kind mache ich es anders“ von Leandra Vogt. Ich habe es als Rezensionsexemplar vom Beltz Verlag erhalten und möchte es euch heute von Herzen weiterempfehlen.
Was bedeutet eigentlich „Cycle Breaker“?
Ein Cycle Breaker zu sein bedeutet, bewusst mit alten, oft unbewussten Erziehungsmustern zu brechen – also mit dem, was wir selbst vielleicht noch als „normal“ erlebt haben, obwohl es uns geschadet hat. Es geht darum, sich nicht von Automatismen leiten zu lassen, sondern aktiv neue, gesündere Wege in der Elternschaft zu gehen.
Leandra Vogt macht in ihrem Buch deutlich: Der Wunsch, es für die eigenen Kinder besser zu machen, ist zutiefst menschlich – aber nicht immer einfach umzusetzen. Vor allem, wenn die eigenen Wunden aus der Kindheit noch unbewusst in uns wirken.
Ein Buch, das Mut macht – statt Druck
Was mir besonders gut gefallen hat: Das Buch arbeitet nicht mit Schuld oder Perfektion. Ganz im Gegenteil. Fehler sind erlaubt. Entwicklung ist ein Prozess.
Leandra Vogt beschreibt die 20 häufigsten schädlichen Erziehungsmuster, die vielen von uns bekannt vorkommen dürften – ob Sätze wie „Jetzt hör auf zu weinen, das ist doch kein Grund“ oder die Erwartung, dass Kinder „funktionieren“ sollen. Dabei bleibt sie stets respektvoll und empathisch, sowohl gegenüber uns Eltern als auch gegenüber der Elterngeneration vor uns.
Besonders hilfreich fand ich die konkreten Formulierungshilfen und Reflexionsfragen, die einem helfen, im Alltag neue Reaktionsmuster zu etablieren. Das macht das Buch nicht nur theoretisch stark, sondern auch ganz praktisch anwendbar.
Warum das Thema im Wechselmodell besonders wichtig ist
Ich selbst lebe das Wechselmodell mit meinem Kind – also ein Modell, bei dem das Kind zwischen zwei Haushalten pendelt. Das bedeutet: Zwei unterschiedliche Umfelder, zwei verschiedene Erziehungsstile, zwei Welten.
In so einem Setting ist es umso wichtiger, sich der eigenen Haltung bewusst zu sein. Kinder brauchen inmitten dieses Wechsels Verlässlichkeit, Klarheit und emotionale Sicherheit. Genau hier gibt Cycle Breaker wichtige Impulse: Wie kann ich mein eigenes Verhalten reflektieren und meinen Teil dazu beitragen, dass mein Kind sich gesehen, gehört und geliebt fühlt – unabhängig von äußeren Umständen?
Für wen ist das Buch geeignet?
– Für alle Eltern, die spüren: Ich will es anders machen.
– Für Menschen, die ihre eigene Kindheit hinterfragen und verstehen wollen, wie sie ihre Kinder liebevoll begleiten können.
– Für Elternteile im Wechselmodell, die ihren Teil in einem komplexen Familiensystem bewusst gestalten möchten.
– Und auch für Fachpersonen im Bereich Elternbegleitung oder Familienberatung ist dieses Buch eine wertvolle Ergänzung.
Mein Fazit
„Cycle Breaker“ ist kein Ratgeber im klassischen Sinne. Es ist ein Begleiter. Ein Buch, das uns Eltern nicht bewertet, sondern unterstützt. Es lädt zur ehrlichen Selbstreflexion ein – und gibt gleichzeitig praktische Werkzeuge an die Hand, um alte Muster zu erkennen und neue Wege zu gehen.
Wenn du auf der Suche nach einem verständnisvollen, inspirierenden Buch bist, das dich auf deinem Weg als bewusste*r Elternteil stärkt, dann ist Cycle Breaker definitiv einen Blick wert.
