Maggie & Matilda

Natürlich heißen wir nicht wirklich Maggie & Matilda. Ich möchte die Privatsphäre im Netz meiner kleinen Kleinstfamilie schützen und dem Kindsvater keinen Anlass geben, gegen mich vorzugehen. Deswegen habe ich mich dazu entschieden diesen Blog anonym – aber ehrlich zu führen!

 

Maggie:

So hätte mein Vater mich genannt, wenn er gedurft hätte. Nämlich nach der weiblichen Figur in: Die Dornenvögel. Gott sei Dank hat meine Mutter das nicht durchgehen lassen.

Ich bin seit meiner Geburt chronisch krank und (hatte nach Schwangerschaft und Geburt meiner Tochter) von 2009 bis 2014 viele gesundheitliche Rückschläge. Mein damaliger Mann – der KV von Matilda – war/ist Workaholic und Karrierebesessen. Und ich habe die ersten 5 Jahre mit Matilda sehr viel allein verbracht. Seit der Trennung (ich bin gegangen) habe ich mich gesundheitlich stabilisiert und meine Werte gehen immer weiter bergauf. Ich bin glücklicher und gesünder – denn ich bin „frei“.

Ich lebe seit einem Jahr nach der Trennung mit meinem neuen Partner in einer glücklichen Fernbeziehung (800km). Beruflich bekomme ich aufgrund meiner Erkrankung eine kleine halbe Rente, Teil-Unterhalt vom Ex bis Matilda 14 Jahre ist und arbeite selbständig nebenbei als Coach und Trainerin und engagiere mich im Bereich Literatur.

 

Matilda:

So hätte ich meine Tochter genannt, wenn ich hätte alleine entscheiden können. Mein Mädchen ist mittlerweile Acht Jahre alt und eine wundervolle, glückliche & zufriedene kleine Lady. Leider hat sie seit ihrem 2. Lebensjahr Rheuma und bekommt immer wieder Schübe die mit Klinikaufenthalten und starken Medikamenten therapiert werden müssen. Auch in der Schule bringt dies einige Herausforderungen. Die ersten Jahre war ich mit all den Sorgen mehr oder weniger allein.

Nun teile ich mir alles: die Liebe, die Zeit und die Sorgen. Und mittlweile ist es ok für mich. Ich habe meinen Frieden mit dieser Situation gemacht. Weil es für meine Tochter das Beste ist!

 

Der Kindsvater: 

Ihn möchte ich nur am Rande erwähnen. Denn ich möchte ihn nicht schlecht machen. Obwohl er im Bezug auf mich sich mehr als mies verhalten hat. Einen Narzissten verlässt man eben nicht. Und als es dann noch um das Kind ging (ich wollte mit ihr zu meinem neuen Partner ziehen) wurde er schon kriminell und hat vor Gericht gelogen, was das Zeug hielt. Aber ich habe ihm das verziehen. Er wollte seine Tochter nicht 800km weg „verlieren“. Das Motiv war Angst – oder Rache? Es wird beides im Spiel gewesen sein.

Ich bin mit dem Wechselmodell – welches ich Matilda zuliebe vorgeschlagen habe – einen Kompromiss eingegangen. Und siehe da – der Vater der sich die ersten 5-7 Jahre nicht wirklich kümmern konnte und dem die Arbeit immer gefordert hat („Was soll ich denn machen? Ich hab ja keine Wahl?“) hat plötzlich doch einen Weg gefunden, wie er mit seiner neuen Partnerin und dem Job sich gleichberechtigt um unsere gemeinsame Tochter kümmern kann.